März 2025
Im Palorinya Flüchtlingscamp im Norden Ugandas leben derzeit 113.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Die Angst vor Gewalt, aber auch vor den Lebensumständen treibt sie weg. In Old Fangak, im Norden des Landes, ist die Gegend seit rund fünf Jahren dauerhaft überschwemmt.
Die ugandische Regierung unterstützt so gut sie kann, weist jeder Familie ein Stück Land zu, unterstützt beim Hausbau. Jedoch kümmert sich bislang niemand um die psychologische Unterstützung. Viele Geflüchtete haben Fürchterliches erlebt und immer wieder kommt es zu Aggressionen bis zu Tötungsdelikten.
Seither haben wir Pater Gregor Schmidt im Südsudan unterstützt. Jetzt bittet er um Unterstützung der Geflüchteten. Die Comboni Missionare begleiteten die Menschen vom Südsudan in das Flüchtlingslager und sind bereit zu unterstützen. Einige Missionare sind gut qualifiziert in Friedensarbeit und auch in Trauma-Begleitung.
Zunächst soll ein Kurs für 120 Trainer stattfinden, anschließend sollen Geflüchtete in Basiskursen über Friedensarbeit und Trauma Behandlung, aber auch im Aufbau von wirtschaftlichen Projekten, geschult werden. Das Programm ist für zwei Jahre ausgelegt.
Benötigt wird folgendes:
- 1 Generator: 500 USD
- 1 Projektor und Leinwand: 700 USD
- Drucker und Photokopierer: 800 USD
- Ein mobiles Büro 500 USD
- Mittagessen für die Teilnehmer, aller Kurse in den 2 Jahren: 3000 USD
Tukolere Wamu hat zugesagt mit einer Summe von 3.000 Euro zu unterstützen.
Jede Unterstützung sehr herzlich willkommen.
September 2025
Es war eine gute Gelegenheit für Laura Ehrler während ihres Aufenthaltes in Uganda das Palorinya Refugee settlement zu besuchen. Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt. Father Abraham und sein Team leisten wertvolle Arbeit für Geflüchtete, die vorwiegend aus dem Südsudan kommen.
April 2026
Ende 2025 erhielten wir einen Antrag auf weitere Unterstützung der Arbeit mit Geflüchteten, v.a. in der Arbeit der Trauma-Heilung und Friedensbildung.
Beantragt wurde folgendes:
- 70 T-Shirts für die ehrenamtlich tätigen Trauma Beraterinnen und Berater, damit sie direkt als solche erkannt werden. Jedes T-Shirt kostet 6,10 Euro.
- 9 Fahrräder um die weitläufigen Beratungen gut durchführen zu können.
- Ein mobiles Büro
- Kleines Budget für die Trauma Intervention
Die Gesamtkosten des Projektes betragen 2.380,00 Euro.
Dank der tollen Unterstützung des Vereins „Jugendhilfe Ostafrika e.V.“ konnten die Fahrräder bereits finanziert und angeschafft werden. Tausend Dank auch an alle anderen Unterstützer, die diesen Menschen in der schwierigen Lage als Geflüchtete in Uganda jetzt helfen.
Juni 2026
Pater Abraham Weldu berichtet:
„Ende 2024 führten wir eine kurze Untersuchung durch, um die drängendsten Probleme der südsudanesischen Flüchtlinge zu erfassen. Wir stellten fest, dass dies in erster Linie der Hunger war, gefolgt von den traumatischen Erlebnissen, die sie während ihrer Zeit im Südsudan durchgemacht hatten. Diese verfolgen sie noch immer. Ein weiteres damit verbundenes Problem ist das Fehlen jeglicher Aussicht auf Frieden in ihrem Land. Das drittwichtigste Problem ist der Mangel an Schulgeld und Schuluniformen. Nach der Bewertung dieser Probleme haben wir einen Aktionsplan ausgearbeitet. Wir haben Führungskräfte in zwei Durchgängen auf einer sehr grundlegenden Ebene in den Bereichen Frieden und Traumabewältigung geschult. Dann, im letzten Jahr, seid ihr, unsere lieben Partner von Tukolere Wamu, uns zu Hilfe gekommen, und es ist uns gelungen, mehr als 60 Menschen drei Monate lang an den Wochenenden zu schulen.
Anschließend wurden die Berater-/innen organisiert und in 6 Zonen eingeteilt. Gemäß dem Plan müssen sich alle Mitglieder der Zonen mindestens zweimal zur Beratung treffen. Dienstags in den Gemeindezentren oder bei den Familien. An einem Mittwoch in den Kirchen verschiedener Konfessionen. Die Mitglieder des mobilen Büros arbeiten ebenfalls dienstags und mittwochs. Jeden Dienstag findet die Beratung im Zentralbüro statt, wo hauptsächlich mit traumatisierten Opfern gearbeitet wird. Einige von ihnen leiden unter einem doppelten Trauma. Es handelt sich um Flüchtlinge und Menschen mit Behinderung, einige von ihnen sind Krebspatienten. Dank der Unterstützung von Tukolere Wamu können wir ihnen finanziell helfen, wenn auch nur in geringem Maße. Dienstags arbeiten wir vor Ort mit den Flüchtlingen, das nennen wir Solidaritätsberatung. Wie bereits erwähnt, erhalten 90 % der Flüchtlinge keinerlei Unterstützung von einer Organisation. Meistens müssen sie für die Dorfbewohner in der Region als Tagelöhner arbeiten, um das tägliche Brot für ihre Familien zu verdienen, oder sie gehen in den Busch, um Holz zu sammeln, das sie verkaufen können, um dann Lebensmittel zu kaufen. Unsere Solidarität besteht darin, ihnen eigenes Land zur Verfügung zu stellen. Wir haben mit den Grundbesitzern und der ugandischen Regierung etwa 400 Acres erschlossen. Diese teilen wir unter ihnen auf. Nun hat es so gut geregnet, dass sie mit dem Umgraben begonnen haben.
Die Berater, haben zusätzlich zu ihrer regulären Beratung Flüchtlinge für die Landverteilung mobilisiert, um den Hunger zu lindern und ihre aktive Teilnahme am Prozess der Ernährungssicherheit zu unterstützen. einige arbeiten eng mit den Schulen in der Zone zusammen, um durch die Beratung von Eltern und Schülern das Bewusstsein für Bildung zu schärfen“
Umgesetzt wurde folgendes:
- die ehrenamtlichen Berater erhielten T-Shirts und Namensschilder, damit sie auch erkennbar für andere sind
- In jeder Zone wurde ein Projekt aufgebaut, mit dem die Menschen ein wenig Geld verdienen können, z. B. Herstellung von Seife, Anbau von Feldfrüchten oder Kleintierhaltung. Je Gruppe kostete dies ca. 75,00 Euro
- 5 schwerkranke Patienten wurden im Krankenhaus behandelt
- 9 Fahrräder wurden angeschafft, dafür konnten wir die Organisation „Jugendhilfe Ostafrika gewinnen uns zu unterstützen.
Als nächstes sollen die Felder umzäunt werden, so dass die grasenden Kühe und Ziegen von den bebauten Feldern ferngehalten werden können.
Ganz herzlichen Dank an alle Unterstützer.
Juli 2026
Das Projekt wird von uns seit Anfang 2025 unterstützt. Im vergangenen Jahr besuchte unser Vorstandsmitglied Laura Ehrler das Projekt vor Ort und konnte sich persönlich von der sehr guten Umsetzung der Maßnahmen überzeugen.
Im Flüchtlingslager Palorinya leben derzeit 142.252 Geflüchtete, von denen nahezu alle auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind. Aufgrund von Kürzungen der UN-Hilfsleistungen entfiel die Unterstützung für rund 90 % der Geflüchteten vollständig; die verbleibenden Menschen erhalten nur noch deutlich reduzierte Hilfen.
Die Comboni-Missionare konnten in Zusammenarbeit mit den Community Counsellors, lokalen Führungspersonen und in Abstimmung mit der Regierung insgesamt 200 Acres Land in fünf Zonen erwerben. Bevor der Anbau beginnen kann, müssen die Flächen in drei dieser Zonen dringend eingezäunt werden. Im vergangenen Jahr gingen viele Ernten verloren, weil sie von Tieren zerstört wurden. Um die Anbauflächen wirksam zu schützen, sollen sie mit einem Stacheldrahtzaun in Kombination mit natürlichen Materialien umzäunt werden.
Die Kosten liegen bei 3000 Euro.
Jede Unterstützung für dieses Projekt ist herzlich willkommen.







