118a Leben lebenswert gestalten-Hygiene

Einführung siehe Nr. 118.

2013

Januar 2013

Einführung siehe Nr. 118. Begonnen wird mit Information der Dorfgemeinschaft. Gemeinsam werden die Gesundheitsberater und Einwohner überlegen, wo sie die Hilfe am dringensten benötigen. Auf jeden Fall sollen Krankheiten vermieden werden. Nach einer Choleraepidemie 2012 ist es extrem wichtig Latrinen zu haben. Auch das Dorftheater hat dies zum Thema gemacht. Vorerst werden 20 Haushalte beim Bau der einfachen Latrine finanziell unterstützt. Kosten pro Latrine 150,- Euro. Bei fünf armen Familien werden die Kosten komplett übernommen. Kosten pro Latrine 330,- Euro. Nach und nach folgen weitere Elemente wie Trockengestelle für Geschirr, feuerholzsparende Öfen. Bäume pflanzen, sie liefern Obst für die Familien, Holz zum Steine brennen und auch Dünger und Viehfutter. Die Maßnahme wird durch einen Gesundheitsarbeiter das ganze Jahr über begleitet. Die Kosten belaufen sich auf insgeamt ca. 6000,- Euro.

2014

Januar 2014

Bei einem Projektbesuch in Uganda konnten mehrere Familien besucht werden, die an dem Programm teilgenommen haben. Sie sind sehr stolz auf ihre Arbeit und froh eine eigene Latrine mit Tipi-Tap Handwasher auf dem Grundstück zu haben. Insgesamt sind sieben Latrinen fast fertig, vier können schon genutzt werden, mehr sind im Bau. Manche Familien haben größere Löcher ausgehoben, sodass sie nun anstelle von einem Latrinendeckel zwei benötigen. Einige haben neben die Latrine gleich noch ein sog. Badezimmer gebaut. Dies ist ein gemauerter Raum mit Betonboden und Ablauf für das Wasser.

2015

Januar 2015

36 Betonplatten für die Latrinen sind fertig und werden an die beteiligten Haushalte verteilt. Weitere 67 Haushalte haben bereits ihre Latrinengruben ausgehoben.

36 Betonplatten für die Latrinen sind fertig und werden an die beteiligten Haushalte verteilt. Weitere 67 Haushalte haben bereits ihre Latrinengruben ausgehoben.

September 2015

Immer mehr Familien beteiligen sich aktiv am Projekt „Leben lebenswerter gestalten“. Schon wieder haben 41 Familien die Grube fertig  und beantragten einen Latrinendeckel aus Zement. Außerdem benötigen Sie Unterstützung für das Latrinenhäuschen, Wellblech für das Dach und Holz und Zement für das Gebäude.

Insgesamt fehlen noch 3.000,– Euro für die Fertigstellung.

Wir freuen uns über jede Unterstützung.

2017

März 2017

Seit Tukolere Wamu das Dorf-Hygieneprojekt angefangen hat, sind weit über 100 Latrinen in der ländlichen Region rund um das SALEM Dorf entstanden.Die Hygienesituation entspannt sich und bei unseren Dorfspaziergängen finden wir häufig die kleinen Toilettenhäuschen vor.

Weitere19 Familien haben damit begonnen ihre Toilette zu bauen, benötigen aber noch Unterstützung. Weitere 55 Familien haben die Grube bereits gegraben und warten auf die mit Eisengittern verstärkte Bodenplatte, die Unterstützung mit Backsteinen, Wellblech und Zement um das Toilettenhäuschen zu bauen.

Zu jeder Toilette gehört ein sog. „Tipi-Tap“. Eine einfache und kostengünstige Methode die Hände hygienisch zu wasche. Es werden nur ein alter Kanister und  ein paar Stöckchen benötigt.

Jede Toilette kostet ca. 100,00 Euro. Herzlichen Dank an den Weltladen Gerberau in Freiburg  für die Unterstützung für den Bau von 30 Toiletten. Jede weitere Unterstützung ist herzlich willkommen.

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2019

Juli 2019

Die Hygiene in den Familien die eine Latrine gebaut haben, hat sich drastisch verbessert. In den Krankenstationen (SALEM und Buchanagandi) haben sich die Durchfallerkrankungen wesentlich reduziert. In letzter Zeit sind keine Fälle von Cholera im Einzugsgebiet bekannt geworden.

Aber es ist immer noch ein immenser Bedarf an Latrinen bei den Familien zu verzeichnen.

Tukolere Wamu unterstützt den Bau von weiteren 50 Dorflatrinen.

Pro Latrine setzen sich die Kosten folgendermaßen zusammen:

  • Bodenplatte 20 Euro
  • 4 SäckeZement  pro Latrine 30 Euro
  • 1 Wellblech 10 Euro
  • Holz 10 Euro
  • Röhre für Ventilation 6 Euro
  • Nägel, Farbe, Transport, Überwachung 24 Euro

Kosten pro Latrine 100 Euro

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5000 Euro

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Oktober 2020

Eine gute und funktionierende Toilette zu haben, ist für uns hier in Deutschland alle selbstverständlich. Wir nutzen Sitztoiletten mit Wasserspülung und Waschbecken zum Händewaschen daneben. Dass dies in Uganda für einen großen Teil der Bevölkerung ganz anders ist, ist für viele kaum vorstellbar.

Laut Unicef haben drei von 10 Haushalten in Uganda keine eigene Toilette, zehn Prozent der Ugander nutzen nicht einmal Gemeinschaftstoiletten, sondern erledigen ihre Bedürfnisse in der Natur, der Bananenplantage oder, v.a. in den Slums Kampalas, auch in eine Plastiktüte. Nur acht Prozent der Mütter mit Kleinkindern haben regelmäßig Wasser und Seife zum Händewaschen zur Verfügung.

Diese Situation trifft auch auf die Familien rund um das SALEM -bzw. das Buchanagandi Gesundheitszentrum in Ostuganda zu. Deshalb baten uns unsere Partner bereits 2013 um Hilfe. Ein Projekt wurde geschaffen, das wir „Leben lebenswerter gestalten“ nennen. Die erste Priorität war Latrinen für die Dorfbevölkerung zu schaffen, anschließend folgten auch Küchen mit feuerholzsparenden Herden die nicht nur Holz als wichtige Ressource sparen, sondern auch Dank dem Einbau eines Kamins den Rauch aus den Küchen verbannen.

Inzwischen wurden bereits über 200 Dorflatrinen gebaut. Berücksichtigt werden Menschen die in Armut leben und sich selber nicht den Bau der Latrine leisten können. Die Familien müssen ihren Beitrag leisten, die Grube ausheben, die Steine herstellen oder kaufen und Verpflegung für die Arbeiter stellen. Das Dorfgesundheitsprojekt von SALEM stellt die Betreuung und Umsetzung des Projekts sicher. Tukolere Wamu finanziert die Materialien: eine Wellblechplatte pro Toilette, die zementierte Bodenplatte, Holz und die Röhre für die Ventilation.

Kosten ca. 100,00 pro Toilette.


Vor allem ältere Menschen und Witwen haben von dem Projekt profitiert. Sie haben oftmals nicht das Geld und nicht die Kraft um selber eine Toilette zu bauen.

Wir danken dem Weltladen Gerberau in Freiburg und seinem Team ganz herzlich für die großartige Hilfe die wir in den letzten Jahren erhalten haben. Zwar befinden wir uns in einer Zeit der Corona Pandemie, aber mit dem Latrinenbau sind auch Hygieneaufklärungen verbunden. So können gleich viele Krankheiten auf einmal verhütet werden. Denn noch immer sterben in Uganda laut UNICEF 33 Kinder täglich an Durchfall, dies ist immer noch einer der Hauptursachen für Todesfälle, gerade bei Kindern.

Der Klimawandel ist auch in Uganda Alltag. Regen werden zu Starkregen und sowohl extreme Trockenheit als auch Unwetter kommen häufiger vor. Immer öfters regnet es so heftig, dass oberflächlich gebaute Latrinen aufschwemmen und das (Trink-) Wasser verunreinigen. Eine der Folgen davon ist Cholera, leider kommt es jedes Jahr zu mehreren Ausbrüchen der schweren Infektionskrankheit.

Ein ganz herzliches Dankeschön im Namen des ganzen Gesundheitsteams in Uganda