159 SALEM Babyhaus Erweiterung und Renovation

Dezember 2016

Dezember 2015

-Gertrud Schweizer-Ehrler-

Während meines Einsatzes als Kinderkrankenschwester im SALEM Projekt in Ostuganda im Jahr 1988 engagierte ich mich für den Bau eines Babyhauses. Der Osten Ugandas galt als unsichere Region. Es gab diverse Konflikte verschiedener Gruppen, wie z.B. die Lakwena Rebellen, die Überfälle der Karimajong und Rebellengruppen die gegen die neue Regierung von Yoweri Museveni kämpften.

Besonders die Kinder litten unter der großen Not und der Unsicherheit. Viele Mütter starben bei der Geburt oder an Krankheiten wie Malaria, Aids o.a. Rechtzeitig ein Krankenhaus aufzusuchen war schwierig. Meist kam die Hilfe zu spät. Im Jahr 1988 entstand eine Unterernährtenstation und gleichzeitig das erste SALEM Babyhaus. Im Jahr 2004 wurde das Babyhaus erneuert.

Der Bedarf einer familiären Unterbringung von Säuglingen und Kleinkindern ist heute immer noch vorhanden. Gerade die sehr jungen Waisen oder Halbwaisen können in Notlagen oftmals nicht in der Großfamilie versorgt werden und benötigen einen besonderen Schutz. Diesen können sie in SALEM erfahren.

Inzwischen ist das SALEM Babyhaus wieder stark renovierungsbedürftig und bedarf zusätzlich einer Erweiterung.

Dank der großartigen Unterstützung der Firma Schaub Neuenburg können die Umbauarbeiten  begonnen werden.

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März 2016

März 2016

Bei unserem Besuch im Januar in Uganda, war das Dach des alten Gebäudes abgerissen. Die Babys waren vorübergehend im Kinderdorf untergebracht, zusammen mit den anderen Kindern. Nun begann die Regenzeit, von daher sollte die Baustelle möglichst bald fertig werden, damit die kleinen Kinder wieder ihr eigenes Haus haben und auch die Hygiene gewährleistet werden kann. Im Februar wurde mit dem Bau begonnen, jetzt im März kann man schon beträchtliche Fortschritte erkennen.

201601 SALEM Babyhaus

Im neuen Babyhaus soll folgendes berücksichtigt werden:

  • Verbesserung der Lebens- und Schlafbedingungen der Babys in ihrem Haus.
  • Das alte Haus hatte nur einen Raum, der mit Betten vollgestellt war. Im neuen Haus soll ein zweites Zimmer für die Babys zur Verfügung stehen, zum Krabbeln lernen, spielen etc.
  • Ein kleiner Lagerraum für Bettwäsche, Kleidung etc. ist ebenfalls vorgesehen
  • Die Toiletten sollen verbessert werden
  • Endlich soll eine kleine Teeküche entstehen, so dass die Betreuerinnen für die Kinder Milch warmmachen oder Tee kochen können. Auch ein Kühlschrank soll zur Verfügung stehen.

Allerdings ergaben sich beim Bau nun folgende Probleme:

  • Beim Umbau wurde der Terazzo-Bodenbelag beschädigt und muss erneuert werden, ebenso im Toilettenbereich an den Wänden.
  • Ein zusätzliches Fenster musste eingebaut werden, um Licht zu haben aber auch um Luftzirkulation zu ermöglichen.
  • Der ursprüngliche Schlafraum der Kinder sollte komplett erhalten werden, jedoch wurde festgestellt, dass das Dach beschädigt war und somit musste das Dach komplett entfernt werden.
  • In der Folge musste auch die Zwischendecke komplett erneuert werden.

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Mai 2016

Mai 2016

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Juli 2016

Juli 2016

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August 2016

Während unseres Projektbesuches wurde das neu errichtete SALEM Babyhaus feierlich eingeweiht.

Es fand eine wunderschöe Einweihungsfeier, mit vielen Ehrengästen statt. Vertreter der Regierung und der Kirchen waren anwesend. Eine besondere Ehre war die Anwesenheit von Norbert Schaub, der mit der Firma Norbert Schaub GmbH das Projekt verwirklicht hatte.  Die stellvertretende Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Petra Kochendörfer, musste leider kurzfristig absagen.

Bild 1: die Kinderdorfkinder freuen sich auf das neue Haus und stellen g