190 Notfallhilfe Mais für Schüler

Mai 2017

Im Rahmen einer Projekt- und Begegnungsreise hatten Gertrud Schweizer-Ehrler und Gerlinde Brünz die Gelegenheit verschiedende Projekte zu besuchen.

Uganda war im Mai überall grün. Als wir die von Tukolere Wamu unterstützte Biraha Primarschule besuchten, freuten wir uns zunächst über das Landwirtschaftsprojekt. Ein großes Maisfeld wurde von Schülern und Lehrern angepflanzt. Wir erfuhren, dass es zwei sehr große Probleme gibt. Die Regenzeit begann nberst im Mai anstatt im März begann. Letztes Jahr brach die Haupt-Regenzeit zu früh ab, die zweite Regenzeit fiel aus und jetzt kam der Regen spät. Bei genauerem Hinsehen war der Mais komplett vom „Army worm“ befallen. Der Wurm frisst die Pflanze von innen aus. Damit ist keine Ernte mehr in Sicht. Große Teile Ugandas sind betroffen. Kaum vorstellbar, dass 11 Millionen der 38 Millionen Ugander hungern.

Aufgrund der ausbleibenden Ernte beschloss Tukolere Wamu die 14 geförderten Schulen mit ca. 14000 Schülern mit einer Nothilfe zu unterstützen. Die nächsten beiden Monate bekommen die Schüler Maismehl. Gleichzeitig sollen die Schulen die betroffenen Maispflanzen möglichst sofort entfernen und eine Alternative pflanzen. Dafür geeignet sind Süßkartoffeln oder Maniok. Jedoch sind im Moment kaum Stecklinge dafür zu bekommen. Wir bleiben dran.

Die Kosten für die Nothilfe beträgt ca. 714,– pro Schule, insgesamt ca. 10.000 Euro.

 

Oktober 2017

Die Projektangestellte Irene N. in Uganda berichtet, dass begonnen wurde Maismehl an die Schulen zu verteilen, um die Mittagsversorgung der Schüler und Lehrer zu gewährleisten, bis sie wieder selber ernten können.