37 Salemkinderdorf

2004 Neues Kinderdorf

Ein neues Kinderdorf in Salem Uganda

Ein langer Traum wurde wahr. Bereits während meiner Tätigkeit im medizinischen Bereich in Salem Uganda (1985 – 1995) entstanden Pläne das 1981 erbaute Kinderdorf familiengerechter zu gestalten. Damals, während der Regentschaft von Milton Obote, ging es vor allem darum vielen Waisen schnelle Hilfe zu gewähren. So wurden Holzhäuser erbaut, die vielen Kindern Unterkunft boten, Verpflegung wurde in der Großküche organisiert.

Am 04.03. 2004 wurde der Traum wahr. Ein neues Kinderdorf mit familiengerechten Häusern, einem Küchenblock mit jeweils einer Küche und eigenem Garten für jede Gruppe konnte eröffnet werden.
Nur die Babys werden in ein neues Babyhaus ziehen und nicht in altersgemischten Gruppen untergebracht sein. Doch eine intensive Betreuung für die Kleinsten ist in Uganda sehr wichtig. Die meisten der im Moment 9 in Salem untergebrachten Babys kamen in lebensgefährlichem Zustand, krank und unterernährt an. Einige sind Findelkinder andere verloren die Mutter bei der Geburt bzw. haben niemand der für sie sorgen kann. Ältere Kinder, z. T. aus der Ursprungsfamilie sind bei der Fürsorge der Jüngsten behilflich.

Die Kinder im Kinderdorf sind in Gruppen von ca. 7 – 9 Kindern unterschiedlichen Alters und Geschlechts untergebracht. Ihr/e Betreuer/in wohnt und schläft mit ihnen zusammen. Allerdings haben die Betreuer auch ab und zu frei und können sich so um die eigene Familie kümmern, dann gibt es Vertretung. Doch die Familien der BetreuerInnen sind auf dem selben Gelände untergebracht, also wie in einer afrikanischen Großfamilie.

Der Bau des neuen Kinderdorfes hat sich lange hingezogen. Es war nicht einfach die Finanzen dafür aufzubringen, so kamen verschiedene Geldgeber für das Projekt zusammen. Noch bei unserer Ankunft, knapp 2 Wochen vor der offiziellen Einweihung deutete kaum etwas auf das nahende große Ereignis hin. 3 Tage vor der Einweihung wurde dann eine sog. „emergency situation“ ausgerufen, also kein Feierabend mehr, alles musste fertig werden. Ungläubig beobachteten die Besucher aus Deutschland das Geschehen. Doch die Arbeiten gingen voran. Die Kieshaufen und Sandberge verschwanden, der Lastwagen mit dem Gras für die Dächer kam zwar spät, doch es klappte noch, die Wasserleitungen wurden noch vergraben, die Anstriche erfolgten. Große Zeltplanen wurden ausgeliehen, damit die eingeladenen Gäste auch bei eventuellem Regen trocken bleiben würden.
Das Saftkomitee, geleitet von Lioba M., der Praktikantin, nahm seine Arbeit auf, in allen Küchen wurden köstliche afrikanische Speisen zubereitet. Eine Ausstellung im alten Kinderdorfgelände wurde am Morgen des 04.03. aufgebaut. Hier waren alle Abteilungen Salems vertreten, so konnten die Gäste die Aktivitäten des Projektes in relativ kurzer Zeit kennen lernen. Beeindruckend für unsere Gäste waren die Arbeiten am Spielplatz des Kinderdorfes, immerhin am Morgen des großen Tages wurde das Kinderkarussell noch frisch gestrichen, doch dank afrikanischer Hitze war auch die Farbe schneller trocken wie befürchtet. Die Mitarbeiter des Salem Gesundheitszentrums standen im „First aid corner“ für eventuelle Notfälle zur Verfügung.

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Salem Babyhaus, zum Großteil von T.W. finanziert

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Babies im Babyhaus

Schließlich trafen pünktlich um 12.00 Uhr die ersten geladenen Gäste ein. Allen voran „His Excellence, Mr. Holger Seubert“, stellvertretender Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Uganda. Weitere Gäste waren der Resident Distrikt Commissioner (der Vertreter der Regierung im Distrikt von Mbale), der Distrikt Polizei Kommandant, die politischen Vertreter der Region, Vertreter der Kirchen, des Salem Management Boardes u.v.m.

Nicht fehlen durften an diesem Tag die Kinder des Kinderdorfes. Zur Feier des Tages trugen sie alle Salem T-Shirts mit bunten Tüchern. Die meisten von ihnen bildeten den „Salem Uganda Chor“ angeführt von einem ehemaligen Salem Kind und jetzt Sozialarbeiterin, Immaculate.

Jedes Kinderhaus wurde eigens eröffnet und konnte besichtigt werden. Die Kinder ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen ihr Heim zu zeigen. Viel Bestärkung erfuhr das Projekt in den Reden der geladenen Gästen. Der Res. Distrikt Commissioner sicherte die volle Unterstützung der Regierung für das Salem Projekt zu. Auch der Vertreter der deutschen Botschaft zeigte sich beeindruckt vom Salem Projekt, aber auch von den Aktivitäten von Tukolere wamu e.V.; er wird sicher eines Tages wieder kommen.

Mehrere traditionelle Musikgruppen boten einen schönen Rahmen für diesen Tag.
Nach meiner Rückkehr nach Deutschland rief ich in Uganda an um zu fragen, wann denn nun die Kinder in ihr neues Heim einziehen könnten (denn die Bauarbeiten waren zum Tag der Einweihung noch nicht ganz fertig), da bekam ich die Antwort: Die gingen nicht mehr raus aus den neuen Häusern, noch ohne Strom und ohne dass alle Zimmer gestrichen waren, nahmen sie ihr neues Zuhause in Besitz.

Gertrud Schweizer-Ehrler, 16.03.04

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2012-2013 Renovationen SALEM Kinderdorf

Februar 2012

Das SALEM Kinderdorf hat sich in den letzten Jahren gut weiterentwickelt. Die Kinder in familienähnlichen Strukturen untergebracht, haben ihre eigene Küche und ihren eigenen Garten.
Ein Haus steht für die Kinder und Jugendlichen, die im Internat sind, zur Verfügung.
Dieses Gebäude wurde in afrikanischer Bauweise, mit einem Papyrusdach, erbaut. Durch die Wetterkapriolen und vor allem die starken Regenfälle im 2. Halbjahr 2011 hat das Dach sehr gelitten und damit die ganze Struktur des Hauses.
Das Gebäude soll mit einem Metalldach versehen werden, damit sich kostspielige Reparaturen in Zukunft vermeiden lassen.

September 2013

Die Reparaturarbeiten haben sich gelohnt. Die Häuser haben ein stabiles Dach bekommen.

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2012 SALEM Kinderdorf Qualitätsverbesserung

November 2012

Derzeit bewohnen 28 Kinder das SALEM Kinderdorf. Davon sind 27 noch nicht trocken bzw. haben eine Behinderung. Entsprechend katastrophal ist der Zustand der Matratzen.

Die Betten für die Kinderdorfkinder und die Kinder, die in den Ferien kommen müssen erneuert werden.

Die Qualität der in Uganda erhältlichen Matratzen ist leider sehr schlecht. Um sie einigermaßen lange zu erhalten, müssen sie mit Plastik bezogen werden.

Als „Notversorgung“ finanziert Tukolere Wamu fünf mit Plastik bezogene Matratzen.

Kosten: je 26 Euro.

Um die gesamte Institution auszustatten fehlen noch 25 Matratzen.

Jede Unterstützung für das Projekt ist herzlich willkommen.

Des Weiteren werden Decken, Betttücher, Kopfkissen, Handtücher und Moskitonetze benötigt.

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2013 Ausstattung für das SALEM Kinderdorf

Januar 2013

Das Salem Kinderdorf benötigt dringend Matratzen, Decken und Moskitonetzte.

Im Kinderdorf werden 10 Babys von null bis drei Jahren und ca. 25 Kinder von drei bis 18 Jahren betreut. Des Weiteren finden ca. 40 Kinder und Jugendliche Unterstützung für Schulbesuche und in ihren Großfamilien.

Viele der Kinder sind Bettnässer, einige außerdem körperlich und geistig behindert.

Dank der HUGO BOSS AG können neue Stock- und Einzelbetten, 30 Matratzen mit wasserdichtem Überzug, Betttücher, Moskitonetze, Decken, Kopfkissen und Handtücher angeschafft werden.

 

Dezember 2013

Das SALEM Kinderdorf erhielt immer wieder Unterstützung von Tukolere Wamu. Im Jahr 2013 wurden Matratzen, Decken und Moskitonetze angeschafft.

Allerdings sind dies Gebrauchsgegenstände. Viele Kinder sind Bettnässer, so dass das Bettzeug oft gewaschen werden muss, die Matratzen werden zwar mit einer Art Kunstleder bezogen, doch halten sie auch nicht so lange und Moskitonetze werden täglich benutzt und haben nun alle Löcher.

Derzeit wird Dank unserer Untersützung das SALEM Babyhaus nicht nur renoviert, sondern auch vergrößert. Die Kinder sollen mehr Platz haben und auch einen Raum um miteinander zu spielen, zu essen und zusammen zu sein.

Somit werden auch einige neue Möbel benötigt:

  • 11 Betten, je ca. 30,00 Euro
  • 11 Matratzen, je ca. 32,00 Euro
  • 22 Paar Bettücher, je ca. 6,00 Euro
  • 25 Moskitonetze, je ca. 4,50 Euro
  • Ein Schrank, ca. 45,00 Euro
  • Sieben Tische, je ca. 18,00 Euro
  • 42 Stühle, je ca. 6,00 Euro
  • 50 Teller und Tassen, je ca. 0,60 Euro
  • Zwei energiesparende Öfen, je ca. 45,00 Euro.

Unser herzlicher Dank gilt der Firma Schaub in Neuenburg für die Unterstützung dieses Projektes. (Firma Schaub).

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März 2021

Die Finanzierung von sozialen Bereichen ohne staatliche Unterstützung ist in Uganda, wie in den meisten armen Ländern, alles andere als einfach. Abhängigkeit von Spenden ist ein Risiko.

Das SALEM Kinderdorf möchte deshalb wenigstens einen Teil der notwendigen Mittel selber verdienen.Mit der Vermietung von Partyzelten haben sie bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Die vorhandenen Zelte sind inzwischen in die Jahre gekommen und eine Erneuerung der Zelte ist notwendig.

Bei Tukolere Wamu wurden drei große Zelte für je 100 Personen beantragt. Vor Ort wurde allerdings kurzfristig beschlossen, dass es besser ist, zwei kleinere Zelte für je 50 Personen und zwei für je 100 Personen anzuschaffen. Zusätzlich wurde eine Rolle Satinstoff gekauft, so können Feste mit der notwendigen Deko gefeiert werden.

Die Mehrkosten konnten vorwiegend durch einen günstigen Wechselkurs gedeckt werden.

Wir wünschen unseren Partnern bald wieder viele tolle Feste, im Moment sind die Teilnehmerzahlen aufgrund von Corona noch eingeschränkt.

Oktober 2021

Über 30 Kinder und Jugendliche leben derzeit im SALEM Kinderdorf. Viele sind von ihnen sind unter fünf Jahren alt.

Einige Matratzen sind in einem schlechten Zustand. Andere brauchen einen neuen wasserfesten Überzug. Auch die Moskitonetze sind in die Jahre gekommen und haben zu viele Löcher.

Es werden 29 Mosquitonetze, einige Matratzen und Kunstlederbezug für die Matratzen.

Ein 3-jähriges Kind des SALEM Kinderdorfes hat eine Fehlstellung der Beine. Nun wird eine Operation benötigt. Die Kosten betragen ca. 850,00 Euro. Herzlichen Dank den Spendern.