204 Hilfe für junge Mütter in Norduganda

2018

Februar 2018

Bis 2008 herrschte im Norden Ugandas ein fürchterlicher Bürgerkrieg, viele Kinder und Jugendliche wurden entführt und Millionen Menschen mussten in Camps leben. Noch immer fehlt es an vielem, an Infrastruktur, an Schulen und Ausbildungsstätten, Krankenhäusern. Dazu kommt die HIV-Epidemie und die überall grassierende Armut. Schon vor ein paar Jahren konnten wir zusammen mit der Organisation “EARN” („Empowered women youth and children“) ein kleines Projekt erfolgreich umsetzen.

Der Schwerpunkt der Organisation zielt auf die Unterstützung von jungen Müttern, die oftmals selber noch Kinder sind. Des Weiteren sollen junge Mädchen und Frauen unterstützt werden, die die Schule vorzeitig abgebrochen haben.

Tukolere Wamu unterstützt die Gruppe, damit junge Menschen Ausbildungen in den Bereichen Schuhmacher, Bäcker und Friseur absolvieren können.

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2019

Juli 2019

Die Selbsthilfegruppe EARN möchte weitere praktische kurze Kurse anbieten. Die Zielgruppe sind jugendliche Mütter, Jugendliche ohne Schulabschluss, bzw. ohne Perspektive. Drei Gruppen sind organisiert. Über einen Zeitraum von 3 Monaten sollen junge Leute praktisch ausgebildet werden, so dass sie in Zukunft ihren Lebensunterhalt selber finanzieren können.

Tukolere Wamu möchte zwei weitere Kurse ermöglichen:

  1. Eine kleine Bäckerei als Ausbildungswerkstätte. Benötigt werden u.a. ein local hergestellter Ofen, der mit Feuerholz beheizt wird, Kosten ca. 65,– Euro, diverse Materialien, wie z. B. Brotformen, Backzutaten für die Ausbildung etc. 360,– Euro. Ca. 100,– Euro für die Honorare der Ausbilder. Mit 525,00 Euro kann die Ausbildung für ca. 30 junge Leute finanziert werden.
  2. Schuhherstellung: Schuhsohlen, Leder, Werkzeuge und Kosten für den Lehrer ca. 590,– Euro benötigt.
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Juli 2020

Das Projekt wurde für junge Mütter konzipiert, damit sie sich eine Einkommensquelle aufbauen können. In die Kurse wurden Menschen mit Behinderung genauso wie HIV Positive integriert.

Im Bäckereiprojekt wurde zunächst ein feuerholzsparender Ofen gebaut. Fast niemand der Kursteilnehmerinnen hat zu Hause Strom, somit auch keinen Herd oder Ofen. Einige traditionellen Gebäcke werden in Öl fritiert, allerdings benötigt man z. B. für Torten (die zu fast allen Anlässen wie Jubiläum, Ostern, Geburtstage…. bestellt werden) einen Ofen. Im Projektstandort konnte ein stabiler feuerholzsparender Ofen gefertigt werden.

 

Das Projekt zur Ausbildung in der Herstellung von lokalen Schuhen wurde gerade noch vor dem Corona Lockdown erfolgreich umgesetzt. Begonnen wurde mit Schnittmustern für die Sohlen aus Pappe, bevor es an die wertvolleren Materialien ging. Stolz präsentieren die Kursabsolventen ihre selbst hergestellten Produkte.

 

Bericht der Gruppe "EARN"