132 Mädchenhostel Luwero

Die Region Luwero, nördlich von Kampala gelegen, wurde in der 80iger Jahren bekannt. Der Bürgerkrieg zwischen dem Obote-Regime und den Freiheitskäpfern um Yoweri Museveni fand im sog. “Luwero-Dreieck” seinen grausamen Höhepunkt. Unzählige Menschen wurden getötet, andere flüchteten. Die Stadt glich anschließend einer Geisterstadt.

Dies ist nun vorbei, doch Spätfolgen sind spürbar. Die Region ist immer noch sehr arm und Bildung ist für viele kaum erschwinglich.

2013

Die Mothers Union, der Church of Uganda zugehörig, möchte ein Hostel für Mädchen in Luwero bauen. Für viele Schülerinnen ist ein Internat zu teuer. Tagesschulen sind zwar vorhanden, aber die Schulwege sind zum Teil weit und nicht immer frei von Gefahren für die Mädchen. Außerdem sind die Mädchen in die täglichen Haushaltspflichten eingebunden, so dass ein regelmäßiger Schulbesuch oftmals nicht möglich ist.

In der Nähe einer Tagesschule soll ein doppelstöckiges Gebäude mit 44 Zimmern für die Unterkunft der Mädchen errichtet werden. Sie werden dort betreut und erhalten Mahlzeiten. Die Kosten sollen bewusst niedrig gehalten werden, damit es sich auch die Mädchen aus der ärmeren Schicht leisten können. Die geringe Eigenbeteiligung soll die laufenden Kosten des Hostels decken. Der Überschuss kommt den Mitgliedern der Mothers Union für Schulgeldzahlungen zugute.

Die Kosten belaufen sich auf 31.000,- Euro. Der Eigenanteil der Mothers Union beträgt 5.000,- Euro. Das Grundstück ist bereits vorhanden

Jede Unterstützung für das große Projekt ist herzlich willkommen.

Januar 2014

Bei einem Projektbesuch konnten Gertrud Schweizer-Ehrer und Gerlinde Brünz ein Treffen mit den Koordinatorin Ritha und deren Assistentin vereinbaren. Die Grundmauern des Hostels stehen bereits. Die Baupläne wurden vorgestellt. Das Projekt wird vorort von den Entwicklungshelfern Monika und Manfred Hiller betreut.

 

Der Bau des Mädchenhostels hat begonnen:

Februar 2015

Das Mädchenhostel macht gute Fortschritte. 22 Räume sind als Schlafräume für die Mädchen vorgesehen, außerdem ein Zimmer als Empfang und ein Zimmer für die Betreuerin. Die Badezimmer und Toiletten sind am Entstehen. Bald kann das Dach gebaut werden.

Oktober 2015

Der Rohbau des Hostels für Mädchen steht. Im kommenden Jahr sollen die Mädchen einziehen können. Doch wir benötigen noch Unterstützung:

  • Anschluss an das Stromnetz ca. 600 Euro
  • Türen 1.700 Euro
  • Zwischendecke ca. 3900 Euro
  • Verputz 2.200 Euro

Insgesamt rechnen wir mit 22.000 Euro für die Fertigstellung. Anschließend werden noch u.a. Betten, Küche und Zaun nötig sein.

Den Sternsingern aus der Seelsorgeeinheit Heitersheim  und der evangelischen Kirchengemeinde Heitersheim danken wir recht herzlich für die Unterstützung.

 

Januar 2016

Projektbesuch von Siggi Kunz

Bei meinem Aufenthalt in Uganda im Januar 2016, hatte ich am letzten Tag vor meinem Abflug die Gelegenheit, in Luwero das entstehende Mädchen-Gästehaus zu sehen. Ich traf dort auch die verantwortlichen Damen der Mothers Union Luwero Diocese, Ritah, Ruth und Dina, die Schatzmeisterin. Sie sind sehr dankbar für die Unterstützung durch Tukolere Wamu und auch dafür, dass Denis Medeyi, der Vorsitzende von Tukolere Wamu Uganda sie in allen technischen und finanziellen Fragen berät und unterstützt. Inzwischen sind die Türen und Fenster der Außenfront eingebaut, im Inneren die Räume im Rohzustand, mit den Türrahmen, bereit für die Installation der Sanitäranlagen und der Stromversorgung. Die Damen blicken optimistisch in die Zukunft und hoffen auf weitere Unterstützung, damit das Hostel baldmöglichst fertiggestellt werden kann.

November 2017

Bei unserem Besuch im November 2017 konnten wir das fast fertige Mädchenhostel in Luwero besuchen. Derzeit sind die Badezimmer und Toiletten im Entstehen, ein Teil der Fliesen und die Waschbecken fehlen noch.

Anschließend soll das Gebäude verputzt und angestrichen werden, dann kann es mit der Nutzung losgehen.

Für die Fertigstellung wurden wir gebeten nochmals einen Beitrag zu leisten, mit knapp 4000,– Euro soll die Fertigstellung gewährleistet sein.